Hundegestützte Pädagogik

Hundegestützte Pädagogik ist der Einsatz von speziell ausgebildeten Hunden im Unterricht, um die Lernatmosphäre, das Sozialverhalten und den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Die für den Hundeeinsatz ausgebildete Lehrerin nützt im Rahmen eines pädagogischen Grundkonzepts Chancen im Lernprozess, die durch die positive Wirkung des Tieres entstehen.

Ziele

  • die Verbesserung des Klassenklimas (ruhige und positive Ausstrahlung des Hundes)
  • die Verbesserung des sozialen Miteinanders durch die gemeinsame Arbeit mit dem Hund
  • die Förderung der sozialen Kompetenz (Verantwortung und Rücksichtnahme gegenüber dem Klassenhund)
  • Förderung der Arbeitsruhe (durch die höhere
    Geräuschempfindlichkeit des Hundes)
  • Förderung der Entspannung (Studien zufolge bewirkt allein die Anwesenheit eines Hundes eine Senkung von Blutdruck und Herzfrequenz bei Stresspatienten)

Wer ist Grobi?

Grobi ist ein 7- jähriger Labradoodle Rüde, geboren am 29.05.2012.  Ein Labradoodle ist eine Züchtung aus Pudel und Labrador. Er lebt seit dem Welpenalter bei seiner Besitzerin. Er ist jetzt 64 cm groß und 37 Kilogramm schwer.

Grobi hat ein sehr freundliches Wesen. Er mag den Kontakt zu Menschen, ohne diesen jedoch durch aufdringliches Verhalten einzufordern. Er liebt gemeinsame Aktionen und Spiele, wobei er sich den Kindern gegenüber immer freundlich und geduldig verhält. Die Schülerinnen und Schüler sind besonders von den kleinen Tricks beeindruckt, die er gemeinsam mit ihnen einübt.

Grobi geht seit dem Welpenalter regelmäßig in die Hundeschule und hat die Schulhundausbildung bei Cole Canido erfolgreich mit Zertifikat absolviert. Er wird regelmäßig tierärztlich untersucht.

Grobis Einsatz in der WHS

Seit Herbst 2013 begleitet Grobi sein Frauchen Gudrun Meier-Jakobs ein bis zwei Tage in der Woche in die Wilhelm-Hartschen-Schule.  Er verbringt als Klassenhund den Tag in der Schule und arbeitet mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern in der Hunde AG der Oberstufen.

Grobi hat in seiner „Dienstzeit“ seit 2013 an der Wilhelm-Hartschen-Schule nun schon in drei verschiedenen Klassen gearbeitet. Grobi erfüllt eine wichtige Rolle im Klassenzimmer: Den Schülerinnen und Schülern ist Grobi Seelentröster und Aggressionshemmer, Mutmacher und Stimmungsaufheller, Lernbeschleuniger und Stressfresser in einem. Jeden Morgen wird Grobi fröhlich von der Klasse begrüßt und steht fast den ganzen Tag unbewusst im Mittelpunkt des Lernens und Lehrens.

In seinem ersten Jahr ging er mit in die Mittelstufe c und lernte auch das Schulgebäude an der Wittkullerstraße Kennen.  Als sein Frauchen dann 2014 in die Unterstufe b wechselte ging Grobi natürlich mit und hatte viel Spaß mit den jüngeren Kindern.

Seit 2016 arbeitet seine Besitzerin in der Oberstufe und auch die Jugendlichen in dieser Klasse sind begeistert davon einen Klassenhund zu haben.

Bereits im Vorfeld des Kennenlernens wurde „der Hund“ im Sachunterricht behandelt und jeder in der Klasse macht einen „Hundeführerschein“. Mittlerweile gibt es in der Schule viele kleine und große „Hundeexperten“ die sicher mit Hunden umgehen können und viel über sie wissen.

Umgang mit Grobi

  • die Schüler geben deutlich gesprochene Kommandos und verbinden dabei ein Handzeichen mit dem zugehörigen Wort
  • die Kinder ziehen Aufgabenkarten aus einem Beutel oder würfeln Übungen, lesen diese und führen dann mit Grobi aus, was auf der Karte steht
  • sie führen mit Grobi kleine Tricks vor oder führen ihn durch einen Parcours
  • sie geben Grobi Leckerchen aus der Hand oder verstecken diese in der Klasse, so dass ein spannendes Schnüffelspiel entsteht
  • sie üben die Präpositionen indem sie Grobi „auf“, „unter“ oder „neben“ einen Stuhl führen
  • sie spielen mit Grobi Apportierspiele, bei denen er einen Futterbeutel oder Aufgabenkarten zu den Kindern bringen muss

 

Projekt Schulhund